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Stellungnahme von Bürgermeister Gerhard Schneider

zu den Vorwürfen des BUND NATURSCHUTZ anlässlich der BN-Veranstaltung "Himmelkron am Scheideweg" am 25.09.2018


Als Bürgermeister der Gemeinde Himmelkron sehe ich mich gezwungen, die Unterstellung des Bund Naturschutz, ich hätte auf der BN Veranstaltung „Himmelkron am Scheideweg"am 25.09.2018 nicht die Wahrheit gesagt, auf das Schärfste zurückzuweisen.

Zusammen mit zahlreichen Vertretern des Himmelkroner Gemeinderats habe ich an der besagten Veranstaltung teilgenommen, um einen offenen und sachlichen Dialog über das beabsichtigte „Gewerbegebiet nördlich der B303" zu führen.

Dabei habe ich mit meinen Ausführungen versucht, sowohl die Bemühungen der Gemeinde Himmelkron in der Vergangenheit, so z.B. die beabsichtigte Ansiedlung von XXXLutz bzw. den derzeitigen Stand der Gespräche mit einem möglichen Erschließungsträger, sachlich darzulegen. Dabei ging es immer um die Gesamtfläche von rund 24 Hektar. Dazu habe ich dabei auch dargelegt, dass die Gemeinde Himmelkron mit Ihrem damaligen „Partner" „Wohnungsbaugesellschaft Bayreuth" in Vorgesprächen mit dem Staatlichen Bauamt in Bayreuth über mögliche Varianten der verkehrsmäßigen Anbindung dieses möglichen Gewerbegebiets sowie der Lösung der derzeit verbesserungsbedürftigen Anbindung des Nahversorgungsbereiches an der Kulmbacher Straße diskutiert hat.

Das Staatliche Bauamt in Bayreuth hat im Rahmen dieser Vorgespräche die jetzt beabsichtigte Erschließungsvariante (Kreuzungsausbau Bernecker Straße mit Ampeln) favorisiert. Dies wurde durch ein anschließend erstelltes verkehrliches Gutachten auch bestätigt.

Auf die Frage eines Versammlungsteilnehmers, ob die Gemeinde Himmelkron nicht auch nur eine kleinere Gewerbegebietsfläche erschließen könnte, erklärte ich, dass sich das bei einer zu kleinen Fläche nicht wirtschaftlich darstellen lässt. Dazu seien die zu erwartenden Kosten für die äußere und innere Erschließung, welche auf die Grundstücksflächen umzulegen wären, einfach zu hoch.

Sollte man eine abschnittsweise Realisierung dieses Bereiches vornehmen wollen, müsste ein Investor (gegebenenfalls die Gemeinde Himmelkron) Teile der notwendigen Maßnahmen vorfinanzieren.

Ich habe mich mit dieser sachlichen Darstellung der Vorgaben zur Verkehrs­erschließung keinesfalls hinter dem Staatlichen Bauamt in Bayreuth versteckt, sondern habe immer betont, dass die Gemeinde Himmelkron die wirtschaftliche Notwendigkeit sah, ein Gesamtkonzept für das gesamte mögliche Gewerbegebiet nördlich der B303 zu entwickeln.

Daher weise ich die unangebrachte Unterstellung des Bund Naturschutz nochmals deutlich und in aller Form zurück. Ich hoffe und wünsche, dass die Form des Umgangs mit der Gemeinde Himmelkron wieder zur Sachlichkeit und Fairness zurückfindet.

Für mich als Person möchte ich auch klarstellen, dass ich keine Probleme damit habe, wenn jemand eine andere Meinung zu einem Thema hat; das akzeptiere ich jederzeit, weil es für mich zum Wesen unserer Demokratie gehört.

Eine Klarstellung möchte ich auch noch im Hinblick auf einen Leserbrief einer Dame aus Goldkronach vornehmen, die unserem 2. Bürgermeister Harald Peetz kaum verklausuliert vorwirft, bei diesem Gewerbegebiet evtl. doch vor allem eigene finanzielle Interessen zu verfolgen:

Harald Peetz hat sich in den 16 Jahren seiner Zugehörigkeit zu unserem Gemeinderat bereits vielfachst engagiert und uneigennützig in den Dienst der Allgemeinheit gestellt; ihm jetzt durch die Hintertür „Finanzielle Eigeninteressen" zu unterstellen, finde ich unanständig. Jeder Gemeinderat und die meisten seit Längerem mit dieser Thematik befassten Menschen wissen seit vielen Jahren, dass unser Kollege dort eben auch ein Grundstück hat. Er hat sich schon mehrfach als erfolgreicher Mittler zwischen den Interessen der immerhin 16 Grundstücksbesitzer und den Interessen der Gemeinde betätigt.

Deshalb spreche ich Ihm öffentlich mein vollstes Vertrauen aus.